Lexikon des Lebens (Wolfgang Hegewald)

Kategorie: Archiv

Mi., 13. Februar, 19:30 Uhr

Das „Lexikon des Lebens“ ist ein autobiographischer Abenteuerspielplatz, ein Prosadistrikt unterschiedlichster Ausdrucksformen, wo sich Anarchie, Übermut, Erinnerungen und überbordender Sprachspielwitz ein Stelldichein geben. Die einzige Ordnungsmacht, deren Autorität in dieser Prosaprovinz gilt, ist das Alphabet, als Grundgesetz,  Form und Integral.
Leben ist, was in keinem Lexikon aufgeht; das „Lexikon des Lebens“ experimentiert mit dem Paradoxen. Der Protagonist des Lexikons nimmt an dem chromatischen Reigen des Alphabets teil und heißt im Hoheitsgebiet des A Achim … und endet im Lande Z als Zacharias.
Im „Lexikon des Lebens“ finden sich erzählerische Formen wie Denkbild, Mikroessay, Erinnerungsmedaillon, Predigt, Groteske, Polemik, Klappentext, Miszelle, Nonsense, Puzzle… Was die Fülle der in über hundert Lemmata verhandelten Themen betrifft, ist das Lexikon unersättlich. Es umgreift, was ein Leben eben so ausmacht, zwischen Metaphysik und den Zufällen des Hineingeborenseins, zwischen Sprache haben und sterben müssen.

In der neuen Reihe „Das andere Deutschland“ stellt Wolfgang Hegewald in Lesung und im Gespräch mit Prof. Erdmut Wizisla sein Buch vor.

Wolfgang Hegewald  war bis 2018 Professor für Rhetorik, Poetik und Creative Writing an der Fakultät Design, Medien und Information der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg. Er gehört dem PEN-Zentrum in Deutschland an und ist Mitglied der Freien Akademien der Künste in Hamburg und  Leipzig. Er ist Verfasser von Romanen, Erzählungen und Hörspielen. Zuletzt erschien von ihm u.a »Herz in Sicht« (Berlin 2014) und »Lexikon des Lebens« (Berlin 2017).

(© Photo: Roman Pawlowski)