„Kafka und die Freiheit“
(Dirk Oschmann)

Kategorie: Archiv

Di., 10. März 2015

„Kafka und die Freiheit”

Das 18. Jahrhundert entdeckt und etabliert die Freiheit als absoluten Wert. Dem 19. Jahrhundert gehen die problematischen Seiten der Freiheit auf. Und das frühe 20. Jahrhundert nimmt sie als zugleich eigenständigen Wert und anthropologische Zumutung wahr. Diesem Zusammenhang geht Kafka in seinen drei Romanfragmenten ebenso nach wie in seinen Tiergeschichten, indem er Freiheit als Kehrseite von Fremdheit und Entfremdung perspektiviert.

Beginn: 19:30 Uhr im Karl Jaspers-HausOschmann_Dirk-2747

Dirk Oschmann, Professor für Neuere deutsche Literatur an der Universität Leipzig. Studium der Germanistik, Anglistik und Ameri­kanistik in Jena und Buffalo/USA; 1998 Promotion und 2006 Habilitation in Jena. 2001/2002 Feodor-Lynen-Stipendiat der Alexander von Humboldt-Stiftung an der UW Madison/USA. Gastprofessuren an der UC Davis/USA (2006), an der University of Notre Dame/USA (2010) und an der Brown University/USA (2013); Gastdozent an der University of Kent in Canterbury/England (2009). Mitbegründer des DFG-Schwerpunktprogramms Ästhetische Eigenzeiten.

Bücher: Auszug aus der Innerlichkeit. Das lite­rarische Werk Siegfried Kracauers (1999), Bewegliche Dichtung. Sprach­theorie und Poetik bei Les­sing, Schiller und Kleist (2007), Friedrich Schiller (2009) und Literatur & Lebenswelt (Mhg., 2012); Zahlreiche Aufsätze zur deutschen Literatur des 18. bis 20. Jahrhunderts.