Leben, Körper, Tod. Kontroversen der Medizinethik (Bettina Schöne-Seifert)
Kategorie: Aktuelles // Allgemein
Mo., 17. Aug. 2026, 19:30 Uhr

Der Umgang mit den Möglichkeiten moderner Medizin geht uns alle an. Die Medizinerin und Philosophin Bettina Schöne-Seifert behandelt verschiedene aktuelle Streitthemen – darunter Suizidhilfe, Demenzverfügung, Organspende, Leihmutterschaft und KI-Medizin. Stets eingeleitet von einer fiktionalen Kurzgeschichte folgen sachliche Hintergrundinformationen, bevor es um die eigentlichen Kontroversen geht.
Was sind die strittigen Fragen? Wie lauten die Argumente? Was überzeugt?
Hierzu wie zu grundsätzlichen Überlegungen zur Selbstbestimmung, zum Paternalismus und zum Gemeinwohl in der Medizin nimmt Bettina Schöne-Seifert in ihrem Buch wie im Gespräch mit Prof. Mark Schweda Stellung. Starke Meinungen und Fazit-Vorschläge wenden sich nicht nur an Fachleute und laden zum Nachdenken wie Abwägen ein.
Bettina Schöne-Seifert ist Medizinerin und Philosophin. Von 2003 bis 2023 hatte sie den Lehrstuhl für Medizinethik an der Universität Münster inne. Sie war Gründungsmitglied des 2001 einberufenen Nationalen Ethikrats sowie des nachfolgenden Deutschen Ethikrats. Aus der Perspektive einer liberalen Ethik und einer wissenschaftsorientierten Medizin hat sie sich immer wieder auch an aktuellen öffentlichen Debatten beteiligt.Für ein breiteres Lesepublikum veröffentlichte sie zuletzt: »Beim Sterben helfen – dürfen wir das?« (2020).
Mark Schweda ist seit Dezember 2018 Professor für Ethik in der Medizin am Department Versorgungsforschung der Fakultät VI – Medizin und Gesundheitswissenschaften der Universität Oldenburg. 2022 wurde er in den Deutschen Ethik-Rat berufen. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich der Philosophischen Ethik und Politischen Philosophie, Angewandten Ethik, Bioethik und Medizinethik. 2013 wurde ihm der Wolf-Erich-Kellner-Preis und 2014 der Karl-Alber-Preis verliehen.