Menschliche Schönheit. Ein philosophischer Blick auf das Streben nach Schönheit (Lisa Schmalzried)
Kategorie: Aktuelles // Allgemein // Junge Philosophie
Do., 29. Januar, 19:30 Uhr
Viele Menschen streben nach Schönheit und leiden nicht selten darunter, sich als nicht schön genug zu empfinden. Entsprechend investieren sie viel Zeit, Energie und Geld in den Versuch, Schönheit zu erlangen oder zu bewahren.
Dieses Streben wird philosophisch in den Blick genommen und hinterfragt. Die medial dominierende Auffassung, dass Schönheit durch äußere, körperliche Merkmale bestimmt sei, stellt dabei philosophiegeschichtlich eher eine Ausnahme dar. Klassische philosophische Positionen gehen vielmehr davon aus, dass es neben rein physischer auch eine innere, geistig-charakterliche Schönheit gibt und betonen den Faktor „Ausstrahlung“, gemäß dem Sprichwort „Wahre Schönheit kommt von innen.“
Im Sinne dieser Denktradition zielt der Vortrag auf eine alternative Perspektive. Diese versteht menschliche Schönheit als sinnlich wahrnehmbare, körpergebundene Liebenswürdigkeit. Auf dieser Grundlage soll ein Argument gegen den gesellschaftlichen Schönheitsdruck entwickelt werden.
An den Vortrag schließt sich am Freitag, den 30. Januar, von 10-14 Uhr (c.t.) ein vertiefender Workshop an. Interessierte können auf Nachfrage Textmaterial erhalten.
Lisa Schmalzried ist Professorin für Kultur- und Sozialphilosophie an der Hochschule Merseburg. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Ästhetik, Ethik sowie der Sozial- und Kulturphilosophie. Monografien: Menschliche Schönheit (Münster 2021); Kunst, Fiktion und Moral (Münster 2014); Zus. mit Dieter Frey. Philosophie der Führung (Heidelberg 2013). Homepage: https://www.lisaschmalzried.com.