Giovanni Boccaccio – unser Zeitgenosse? (Franziska Meier)

Kategorie: Aktuelles // Allgemein

Mi., 20. Mai 2026, 19:30 Uhr

Giovanni Boccaccio (1313-1375) gehört mit Dante und Petrarca zu den bekanntesten italienischen Dichtern. Insbesondere sein „Decameron“, aber auch seine „Elegie der Dame Fiammetta“ haben viele Generationen begeistert. 

Seismographisch nahm er die Erschütterungen seiner Zeit wahr und reagierte mit seinem vielfältigen Werk – teils sinnenfroh, teils sittenstreng, traditionsbewusst und zukunftsgewandt – auf die Widersprüche einer Welt im Umbruch.

 


Der Vortrag beleuchtet, wie sich heute das Leben dieses Dichters aus dem 14. Jahrhundert, über den sehr wenige historische Zeugnisse überliefert sind, überhaupt noch rekonstruieren lässt. Er stellt dar, in welcher Weise Boccaccio stark in die Renaissance des 15. und 16. Jahrhunderts eingewirkt hat. Die historische Kontextualisierung des Dichters vermag schließlich, sein Leben ebenso wie sein umfangreiches Werk für einige Fragen, die uns heute beschäftigen, besonders interessant zu machen.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit Deutsch-Italienischen Gesellschaft Oldenburg.


Franziska Meier ist Professorin für Romanische Literaturwissenschaft und Komparatistik an der Georg-August-Universität Göttingen und Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen. Von ihr erschienen u.a. zuletzt „Dantes Göttliche Komödie. Eine Einführung“ (C.H. Beck 2018), „Besuch in der Hölle. Dantes Göttliche Komödie“ (C.H. Beck 2021). Mit einem Nachwort von Franziska Meier versehen erschien außerdem jüngst: Giovanni Boccaccio: „Auf einer Wiese, rings um eine Quelle: Sonette“ (2025).


© Foto: Adrienne Lochte