Aufklärung – ein Projekt von Gelehrten? (Manfred Geier)

Kategorie: Aktuelles // Allgemein // Junge Philosophie

Do., 23. April 2026, 19:30 Uhr

Immanuel Kant hat die Frage „Was ist Aufklärung?“ zunächst mit dem berühmt gewordenen Hinweis auf den Ausgang des Menschen aus seiner „selbstverschuldeten Unmündigkeit“ sowie den mutigen Gebrauch des „eigenen Verstandes“ beantwortet. Erst später konkretisierte er ihn als den öffentlichen Gebrauch desjenigen, der „als Gelehrter“ seinen Verstand richtig und vernünftig einzusetzen weiß.

Aber was bedeutet das – was macht einen Gelehrten im Sinne der Aufklärung aus? Und wie ist der öffentliche Gebrauch des Verstandes zu verstehen und umzusetzen?
Der Vortrag konzentriert sich auf den Zusammenhang von Denken, Logik, Vernunftlehren und der Eigenart des „Gelehrten“ im Sinne Kants.

An den Vortrag schließt sich am Freitag, den 24. April, von 10-14 Uhr (c.t.) ein vertiefender Workshop zum Thema an. Interessierte können hierzu auf Anfrage Textmaterial erhalten.

Manfred Geier, 1943 in Troppau geboren, begann sein Philosophiestudium bei Theodor W. Adorno und Max Horkheimer an der Universität Frankfurt/Main. 1973 promovierte er mit einer Arbeit über die linguistische Theorie Noam Chomskys. Ab 1982 war er Professor für deutsche Sprache und Literatur an der Universität Hannover. Zu seinen zahlreichen Publikationen zählt auch eine Trilogie der Aufklärung: Kants Welt (2003); Die Brüder Humboldt (2009) und Aufklärung. Das europäische Projekt (2012). Zuletzt erschien bei Matthes & Seitz Berlin Philosophie der Rassen. Der Fall Immanuel Kant (2022) und Wechselströme des Geistes: Die Visionen des genialen Erfinders Nikola Tesla (2023), sowie im Wallstein Verlag Das reine Gold des Denkens. Immanuel Kants geistige Revolution (Herbst 2025).