Erich Auerbachs Auseinandersetzung mit „À la recherche du temps perdu“

Kategorie: Aktuelles // Allgemein

Mi., 13.Juli, 19:30 Uhr

Erich Auerbach gehörte nicht nur zu den frühesten, sondern auch zu den hellsichtigsten Lesern von Marcel Prousts À la recherche du temps perdu. Obwohl der deutsche Romanist zu den rund dreitausend Seiten dieses epochalen Romanzyklus nicht mehr als ein Dutzend Seiten kritischer Prosa verfasste, hat er darin doch einen Gesichtspunkt herausgearbeitet, der im Hin­blick auf die umwelt­orientierten Frage­stellungen aktueller Literatur­wissen­schaft durch­­aus bedenkenswert erscheint. 

Der Kölner Romanist Wolfram Nitsch verknüpft Marcel Proust und Erich Auerbach in seinen philologisch-metaphorischen Sondierungen in selten dichter Weise. Sein dichter Vortrag im Stil des Essays, der Auerbach nahe war, will anregen, über den Autor und seinen frühen Interpreten neu nachzudenken.

Wolfram Nitsch (*1960) ist Professor für Romanische Literaturwissenschaft an der Universität zu Köln. Zuletzt hat er das Buch Komödie (2013) mit verfasst sowie die Bände Marcel Proust und der Erste Weltkrieg (2017) und Terrains vagues (2019) herausgegeben.