Fluchtpunkte der Erinnerung. Über die Gegenwart von Holocaust und Kolonialismus.
Natan Sznaider im Gespräch mit Matthias Bormuth

Kategorie: Aktuelles // Allgemein

Do., 25. August, 19:30 Uhr, Oldenburger Kunstverein (Damm 2a)

Sein Buch ist im Hanser-Verlag, ein Bestseller / Sachbuchliste Nr. 1, zu aktuellen Diskussionen erschienen: „Fluchtpunkt der Erinnerung. Über die Gegenwart von Holocaust und Kolonialismus“.
Was unterscheidet Rassismus und Antisemitismus? In welchem Verhältnis stehen Holocaust und Kolonialverbrechen? Von der Debatte um das Humboldtforum über die Causa Achille Mbembe bis hin zu den aktuellen Aufregungen um die documenta lösen diese Fragen immer wieder heftige öffentliche Kontroversen aus – in den Feuilletons wie in den Sozialen Medien.

In seinem Buch Fluchtpunkte der Erinnerung verortet der Soziologe Natan Sznaider diesen gesellschaftlichen Widerstreit in einem weiteren historischen und internationalen Rahmen und macht Argumente von Denker*innen wie Karl Mannheim, Hannah Arendt, Albert Memmi, Frantz Fanon, Edward Said u. a. für die heutige Diskussion fruchtbar. Er plädiert für historische Differenzierungen und das Aushalten von Gegensätzen und unterschiedlichen Weltsichten. Im Gespräch stellt er das kürzlich bei Hanser erschienene Buch vor und spricht über die Möglichkeit, der Opfer des Holocaust und des Kolonialismus zu gedenken, ohne Geschichte zu relativieren.

Natan Sznaider lehrt seit 1994 als Professor für Soziologie an der Akademischen Hochschule in Tel Aviv. Seine jüngeren Publikationen umfassen: Gesellschaften in Israel: Eine Einführung in zehn Bildern (Suhrkamp 2017), Neuer Antisemitismus? Fortsetzung einer globalen Debatte (edition suhrkamp 2019, hg. mit Christian Heilbronn und Doron Rabinovici) und Politik des Mitgefühls. Die Vermarktung der Gefühle in der Demokratie (Beltz Juventa 2021).

© Peter-Andreas Hassiepen

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