Zwischen Poem und Prosa – Henning Ziebritzki im Gespräch

Kategorie: Aktuelles // Poetischer Abend

Mo., 04. Juli, 19:30 Uhr

Jüngst erhielt Henning Ziebtritzki den renommierten Peter Huchel-Preis für sein lyrisches „Vogelwerk“. Das poetische Kompendium überrascht, beunruhigt und fasziniert mit seinen Beobachtungen, die zugleich ein raffiniertes Kunstprodukt und Vergegenwärtigung der Vogelarten darstellen, denen sie sich verdanken.

Jüngst legte der Dichter, der seit 2007 Gedichte und Essays in Anthologien und Zeitschriften veröffentlicht, mit „Brennen“ eine dichte Kindheitserzählung vor. Ziebtritzki zeichnet sich als Jungen, der die karge norddeutsche Landschaft im Spiel zur poetischen Idylle verwandelt, aber zugleich auch das herbe Leben der Familie und des Dorfes beobachtet. Der magische Klang eines Adventslieds wird zur Urszene des poetischen Staunens, das auch die dichte Prosa prägt. 

Lesung und Gespräch wollen beide Aspekte des poetischen Schaffens von Henning Ziebtritzki zur Sprache bringen.

Henning Ziebritzki, geb. 1961, lebt in Tübingen und leitet den Wissenschaftsverlag Mohr Siebeck. Er veröffentlichte Gedichte und Essays in Anthologien und Zeitschriften wie Jahrbuch der Lyrik, Akzente, Sinn und Form oder Neue Rundschau. 2007 erschien sein Gedichtband Schöner Platz (zu Klampen). Er wurde 2020 mit dem Peter-Huchel-Preis ausgezeichnet.

© Björn Klein